Unsere Veranstaltungen auf der didacta 2017

 

Dienstag, 14.02.2017 um 15 Uhr
Waldorflehrer werden – Wege und Perspektiven Annemarie Menzel, Mathis Stock
Zwei Waldorfpädagogen im Gespräch
 
Waldorflehrer/innen sind zufriedener mit ihrem Beruf als Lehrkräfte an staatlichen Schulen. Eine große Rolle spielt dabei ihre Gestaltungsfreiheit. Dies ist das Ergebnis einer neueren wissenschaftlichen Studie. Jährlich sind an den Waldorfschulen in Deutschland ca. 600 Lehrerstellen neu zu besetzen. Elf Studienorte stehen zur Verfügung. Die Veranstaltung informiert über Zulassungsvoraussetzungen, Fächer und Wege zur Waldorflehrerbildung. In Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule und dem Institut für Waldorfpädagogik Witten. 

 

Mittwoch, 15.02.2017 um 11 Uhr 
Die erste Langzeitdokumentation über Waldorfschüler/innen 
Filmausschnitte und Q&A mit Filmemacherin Maria Knilli und Christian Boettger, Pädagogische Forschungsstelle.
Mit „Auf meinem Weg - Siebte und achte Klasse in der Waldorfschule“ ist eine einzigartige filmische Trilogie vollendet. Acht Jahre lang waren die Mädchen und Jungs an der Waldorfschule im bayerischen Landsberg am Lech mit ihrer Klassenlehrerin beisammen, acht Jahre lang war Filmemacherin Maria Knilli mit der Kamera dabei. „Guten Morgen, liebe Kinder“ und „Eine Brücke in die Welt“ heißen die ersten beiden Filme über die Klassen 1 bis 6. Durch die unaufgeregte Beziehung, die selbstverständliche Nähe, die die Filmemacherin zu den Schülern aufbauen konnte, ist noch weitaus mehr spannendes Filmmaterial entstanden, als in drei abendfüllenden Dokumentarfilmen Platz findet. Die Pädagogische Forschungsstelle und Filmemacherin Maria Knilli arbeiten daher aktuell an einem internationalen Video on Demand-Portal mit fachlich aufbereiteten Unterrichtsbeispielen aus acht Jahren Klassenlehrerzeit für Lehrerbildung und Forschung. 

 

Mittwoch, 15.02.2017 um 15.00 Uhr 
Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik – Edwin Hübner 
Von Heilsversprechen, die alle wesentlichen Bildungsprobleme durch den Einsatz digitaler Technik lösen wollen bis hin zu Schreckensszenarien, in denen die Welt von Smombies bevölkert ist, reicht die Spanne in der Debatte um Risiken und Chancen der medial geprägten Pädagogik. Die Waldorfpädagogik zeigt einen Weg auf zum sinnvollen Einsatz vielfältiger Medien, der sich an der Entwicklung des Kindes orientiert und nicht nur zu einer Medienkompetenz, sondern zu einer Medienmündigkeit führt. Dabei spielen die Schlüsselworte „integrierte Medienpädagogik“ und „produktionsorientierte Medienpädagogik“ eine entscheidende Rolle. 

 

Freitag, 17.02.2017 um 15 Uhr
 Trauma- und Notfallpädagogik auf Grundlage der Waldorfpädagogik – Bernd Ruf 
Wie Waldorfpädagogik minderjährigen Flüchtlingen bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse helfen und damit ihre Integration unterstützen kann. Traumata fixieren den Menschen in der Vergangenheit und verstellen seine Zukunftsperspektiven. Entwicklungsprozesse werden nachhaltig gestört. Reifungs- und Entwicklungsverzögerungen sowie -verzerrungen sind die Folge. Ausgehend von der anthroposophischen Entwicklungspsychologie sollen die spezifischen Traumafolgen dargestellt und hilfreiche notfall- und traumapädagogische Interventionsansätze aufgezeigt werden. In seinem Vortrag gibt Bernd Ruf eine erste Orientierung im Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen im Kontext pädagogischer Institutionen. Er geht darauf ein, wie Traumata zu Entwicklungsstörungen führen und wie die Waldorfpädagogik als Notfallpädagogik helfen kann. Am Beispiel der Willkommensklassen am Parzival-Schul-Zentrum Karlsruhe zeigt er auf, wie das Modell einer Beschulung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aussehen kann. Als Sonder- und Waldorfpädagoge engagiert sich Bernd Ruf neben seiner internationalen Vortrags- und Seminartätigkeit in verschiedenen Gremien und Organisationen zur Förderung der Waldorfpädagogik. 2006 kam mit dem Aufbau und der Leitung notfallpädagogischer Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophenregionen ein weiteres Aufgabengebiet hinzu. 

 

Samstag, den 18.2.2017 um 11 Uhr
 „Was Kinder heute von Erwachsenen erwarten“ – Wolfgang Saßmannshausen 
Kindheit verändert sich. Viele aktuelle Pädagogen erklären, mit dem „neuen“ Bild von Kindheit nicht klar zu kommen und grundsätzliche Beziehungsprobleme in Kindergarten und Schule zu erleben. Der Blick auf die realen Erwartungen der Kinder heute ist gleichzeitig der Schlüssel für die Lebensbedingungen heutiger Erziehung und Bildung. Der Referent ist im Zusammenhang der Waldorfkindergartenbewegung weltweit in Fragen der Aus- und Fortbildung tätig.

 

 Änderungen vorbehalten
 Stand 19.01.2017 

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