Aktuelles

Radiobeiträge vom 14. Februar 2017

Was geistern nicht alles für Vorurteile durchs Land, wenn es um die Einschätzung der Freien Waldorfschulen und ihrer SchülerInnen geht. Dass WaldorfschülerInnen sogar ihren Namen tanzen lernen, ist noch eine der harmloseren Bemerkungen, die den Menschen zur Waldorfpädagogik einfallen. Auf der größten Bildungsmesse der Welt präsentieren sich die Freien Waldorfschulen derzeit in Halle 5 der Stuttgarter Messe. Dort haben Katharina Buchthal und Jannina Lasch aus der 12. Klasse der Freien Waldorfschule Kräherwald BesucherInnen und PädagogenInnen nach ihren Vorurteilen befragt.

"Vorurteile" als MP3-Download


Ein wichtiges Thema beim Stand der Freien Waldorfschulen auf der didacta 2017: Warum wird man Waldorflehrer und wie sieht die Ausbildung dazu aus? Das wollte auch unsere Reporterin Jannina Lasch wissen. Sie sprach mit Studierenden der Waldorfpädagogik.

"Waldorflehrer" als MP3-Download

Radiobeitrag vom 15. Februar 2017

Im heutigen Medienbetrieb ist es Filmemachern kaum mehr möglich, über mehrere Jahre das Leben von Menschen zu dokumentieren. Die Dokumentarfilmerin Maria Knilli hatte Glück und konnte über acht Jahre lang eine Klasse der Freien Waldorfschule Landsberg mit ihrer Kamera begleiten und aus dem Material drei 90-minütige Filme drehen. Am Stand der Freien Waldorfschulen auf der didacta berichtete sie heute von ihren spannenden Erfahrungen mit den Schülerinnen und Schülern.

"Interview mit Maria Knilli zur Waldorf-Langzeitdoku" als MP3-Download

Radiobeitrag vom 16. Februar 2017

Die Waldorfschulen bieten eine große Vielfalt an Unterrichtsinhalten und Herausforderunen für ihre Schülerinnen und Schüler. In der Michael-Bauer-Schule in Stuttgart-Vaihingen dreht sich schon seit einigen Jahren ganz viel um die Zirkuskunst. Bis zu 150 SchülerInnen sind beim Circus Calibastra aktiv und treten gemeinsam auf. Sie beschäftigen sich mit einer ganz anderen Art von Sport. Da fliegen Bälle, da wird mit Keulen jongliert und vor allem biegen und türmen sich Körper zu Pyramiden und anderen zirzensischen Höchstleistungen. Unsere didacta-Reporter haben die Darbietungen auf dem Stand der Waldorfschulen beobachtet und die Stimmung mit ihren Mikrofonen eingefangen.

"Circus Calibastra" als MP3-Download

Programm

Dienstag, 14.02.2017 um 15 Uhr
Waldorflehrer werden – Wege und Perspektiven mit Annemarie Menzel und Mathis Stock: Zwei WaldorfpädagogInnen im Gespräch 
Waldorflehrer/innen sind zufriedener mit ihrem Beruf als Lehrkräfte an staatlichen Schulen. Eine große Rolle spielt dabei ihre Gestaltungsfreiheit. Dies ist das Ergebnis einer neueren wissenschaftlichen Studie. Jährlich sind an den Waldorfschulen in Deutschland ca. 600 Lehrerstellen neu zu besetzen. Elf Studienorte stehen zur Verfügung. Die Veranstaltung informiert über Zulassungsvoraussetzungen, Fächer und Wege zur Waldorflehrerbildung. In Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule und dem Institut für Waldorfpädagogik Witten. 

 

Mittwoch, 15.02.2017 um 11 Uhr 
Die erste Langzeitdokumentation über Waldorfschüler/innen 
Filmausschnitte und Q&A mit Filmemacherin Maria Knilli und Christian Boettger, Pädagogische Forschungsstelle.
Mit „Auf meinem Weg - Siebte und achte Klasse in der Waldorfschule“ ist eine einzigartige filmische Trilogie vollendet. Acht Jahre lang waren die Mädchen und Jungs an der Waldorfschule im bayerischen Landsberg am Lech mit ihrer Klassenlehrerin beisammen, acht Jahre lang war Filmemacherin Maria Knilli mit der Kamera dabei. „Guten Morgen, liebe Kinder“ und „Eine Brücke in die Welt“ heißen die ersten beiden Filme über die Klassen 1 bis 6. Durch die unaufgeregte Beziehung, die selbstverständliche Nähe, die die Filmemacherin zu den Schülern aufbauen konnte, ist noch weitaus mehr spannendes Filmmaterial entstanden, als in drei abendfüllenden Dokumentarfilmen Platz findet. Die Pädagogische Forschungsstelle und Filmemacherin Maria Knilli arbeiten daher aktuell an einem internationalen Video on Demand-Portal mit fachlich aufbereiteten Unterrichtsbeispielen aus acht Jahren Klassenlehrerzeit für Lehrerbildung und Forschung. 

 

Mittwoch, 15.02.2017 um 15.00 Uhr 
Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik – Edwin Hübner 
Von Heilsversprechen, die alle wesentlichen Bildungsprobleme durch den Einsatz digitaler Technik lösen wollen bis hin zu Schreckensszenarien, in denen die Welt von Smombies bevölkert ist, reicht die Spanne in der Debatte um Risiken und Chancen der medial geprägten Pädagogik. Die Waldorfpädagogik zeigt einen Weg auf zum sinnvollen Einsatz vielfältiger Medien, der sich an der Entwicklung des Kindes orientiert und nicht nur zu einer Medienkompetenz, sondern zu einer Medienmündigkeit führt. Dabei spielen die Schlüsselworte „integrierte Medienpädagogik“ und „produktionsorientierte Medienpädagogik“ eine entscheidende Rolle. 

 

Freitag, 17.02.2017 um 15 Uhr
 Trauma- und Notfallpädagogik auf Grundlage der Waldorfpädagogik – Bernd Ruf 
Wie Waldorfpädagogik minderjährigen Flüchtlingen bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse helfen und damit ihre Integration unterstützen kann. Traumata fixieren den Menschen in der Vergangenheit und verstellen seine Zukunftsperspektiven. Entwicklungsprozesse werden nachhaltig gestört. Reifungs- und Entwicklungsverzögerungen sowie -verzerrungen sind die Folge. Ausgehend von der anthroposophischen Entwicklungspsychologie sollen die spezifischen Traumafolgen dargestellt und hilfreiche notfall- und traumapädagogische Interventionsansätze aufgezeigt werden. In seinem Vortrag gibt Bernd Ruf eine erste Orientierung im Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen im Kontext pädagogischer Institutionen. Er geht darauf ein, wie Traumata zu Entwicklungsstörungen führen und wie die Waldorfpädagogik als Notfallpädagogik helfen kann. Am Beispiel der Willkommensklassen am Parzival-Schul-Zentrum Karlsruhe zeigt er auf, wie das Modell einer Beschulung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aussehen kann. Als Sonder- und Waldorfpädagoge engagiert sich Bernd Ruf neben seiner internationalen Vortrags- und Seminartätigkeit in verschiedenen Gremien und Organisationen zur Förderung der Waldorfpädagogik. 2006 kam mit dem Aufbau und der Leitung notfallpädagogischer Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophenregionen ein weiteres Aufgabengebiet hinzu. 

 

Samstag, den 18.2.2017 um 11 Uhr
 „Was Kinder heute von Erwachsenen erwarten“ – Wolfgang Saßmannshausen 
Kindheit verändert sich. Viele aktuelle Pädagogen erklären, mit dem „neuen“ Bild von Kindheit nicht klar zu kommen und grundsätzliche Beziehungsprobleme in Kindergarten und Schule zu erleben. Der Blick auf die realen Erwartungen der Kinder heute ist gleichzeitig der Schlüssel für die Lebensbedingungen heutiger Erziehung und Bildung. Der Referent ist im Zusammenhang der Waldorfkindergartenbewegung weltweit in Fragen der Aus- und Fortbildung tätig.

 

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 Stand 19.01.2017