Aktuelles

Unsere Veranstaltungen auf der didacta 2016


Dienstag, den 16.2.2016 um 14 Uhr 
Wie gut sind Waldorfschulen für die Aufnahme von Flüchtlingskindern gerüstet?
Erfahrungsaustausch mit Waldorflehrern, die Flüchtlingsklassen bzw. –schüler betreuen, einer Schulärztin und einer Vertreterin der Organisation stART international, die bundesweit Fortbildungen zum Thema Flüchtlingsarbeit anbietet.
Teilnehmer:
Johannes Hüttich, Freie Waldorfschule Kassel
Matthias Braselmann, Windrather Talschule Velbert
Dr. Roswitha Rodewig, Schulärztin, Rudolf Steiner Schule Witten
Barbara Schiller, Juristin und Pädagogin, Vorstandsmitglied der Organisation stART international e.V. 

Mittwoch, den 17.2.2016 um 15 Uhr
Waldorflehrer werden – Wege und Perspektiven
Waldorflehrer sind zufriedener mit ihrem Beruf als Lehrer an staatlichen Schulen. Eine große Rolle dabei spielt ihre Gestaltungsfreiheit. Dies ist das Ergebnis einer neueren wissenschaftlichen Studie. Jährlich sind an den Waldorfschulen in Deutschland ca. 600 Lehrerstellen neu zu besetzen. Elf Studienorte stehen zur Verfügung. Die Veranstaltung informiert über Zulassungsvoraussetzungen, Fächer und Wege zur Waldorflehrerbildung.
In Zusammenarbeit mit der Alanus Hochschule und dem Institut für Waldorfpädagogik Witten.

Donnerstag, den 18.2.2016 um 11.30 Uhr
Medienmündigkeit und Waldorfpädagogik – Franz Glaw
Von Heilsversprechen, die alle wesentlichen Bildungsprobleme durch den Einsatz digitaler Technik lösen wollen bis hin zu Schreckensszenarien, in denen die Welt  von Smombies bevölkert ist, reicht die Spanne in der Debatte um Risiken und Chancen der medial geprägten Pädagogik. Die Waldorfpädagogik zeigt einen Weg auf zum sinnvollen Einsatz vielfältiger Medien, der sich an der Entwicklung des Kindes orientiert und nicht nur zu einer Medienkompetenz, sondern zu einer Medienmündigkeit führt. Dabei spielen die Schlüsselworte „integrierte Medienpädagogik“ und „produktionsorientierte Medienpädagogik“ eine entscheidende Rolle.

Donnerstag, den 18.2.2016 um 15 Uhr
Abenteuer Biene: Lernen mit Begeisterung – Rebecca Schmitz
Bienen eignen sich sehr gut, um Kinder und Jugendliche die Liebe zur Natur entdecken zu lassen. Durch die Beobachtung und Arbeit an den Bienen können sie Zusammenhänge zwischen Biene, Mensch und Natur selbst herausfinden und verstehen. Die komplexe Lebensform der Honigbiene lässt sich sowohl im naturwissenschaftlichen Unterricht als auch in Sozialkunde oder aber fächerübergreifend behandeln. Die Initiative „Bienen machen Schule“ von Mellifera e. V. bringt Imker und Pädagogen zusammen und setzt sich dafür ein, dass junge Menschen die Möglichkeit erhalten, mit und von den Bienen zu lernen. Die Veranstaltung informiert über Unterstützungsmöglichkeiten für Pädagogen und Imker und gibt Anregungen und Hinweise zur Bildungsarbeit mit Bienen.

Freitag, den 19.2.2016 um 15 Uhr
Trauma- und Notfallpädagogik auf Grundlage der Waldorfpädagogik – Bernd Ruf

Wie Waldorfpädagogik minderjährigen Flüchtlingen bei der Verarbeitung ihrer Erlebnisse helfen und damit ihre Integration unterstützen kann.
Traumata fixieren den Menschen in der Vergangenheit und verstellen seine Zukunftsperspektiven. Entwicklungsprozesse werden nachhaltig gestört. Reifungs- und Entwicklungsverzögerungen sowie -verzerrungen sind die Folge. Ausgehend von der anthroposophischen Entwicklungspsychologie sollen die spezifischen Traumafolgen dargestellt und hilfreiche notfall- und traumapädagogische Interventionsansätze aufgezeigt werden. In seinem Vortrag gibt Bernd Ruf eine erste Orientierung im Umgang mit minderjährigen Flüchtlingen im Kontext pädagogischer Institutionen. Er geht darauf ein, wie Traumata zu Entwicklungsstörungen führen und wie die Waldorfpädagogik als Notfallpädagogik helfen kann. Am Beispiel der Willkommensklassen am Parzival-Schul-Zentrum Karlsruhe zeigt er auf, wie das Modell einer Beschulung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge aussehen kann.
Als Sonder- und Waldorfpädagoge engagiert sich Bernd Ruf neben seiner internationalen Vortrags- und Seminartätigkeit in verschiedenen Gremien und Organisationen zur Förderung der Waldorfpädagogik. 2006 kam mit dem Aufbau und der Leitung notfallpädagogischer Kriseninterventionen in Kriegs- und Katastrophenregionen ein weiteres Aufgabengebiet hinzu.

Samstag, den 20.2.2016 um 12 Uhr
„Was Kinder heute von Erwachsenen erwarten“
 – Wolfgang Saßmannshausen
Kindheit verändert sich. Viele aktuelle Pädagogen erklären, mit dem „neuen“ Bild von Kindheit nicht klar zu kommen und grundsätzliche Beziehungsprobleme in Kindergarten und Schule zu erleben. Der Blick auf die realen Erwartungen der Kinder heute ist gleichzeitig der Schlüssel für die Lebensbedingungen heutiger Erziehung und Bildung.
Der Referent ist im Zusammenhang der Waldorfkindergartenbewegung weltweit in Fragen der Aus- und Fortbildung tätig.

Das Programm hier als PDF herunterladen.


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